Ein außergewöhnliches Zuhause mit Garten, Garage und zwei Stellplätzen
Objektbeschreibung:
Es gibt Immobilien, die weit mehr sind als ein Ort zum Wohnen oder Arbeiten. Das Schweizer Palais in der Freiburger Wiehre gehört dazu.
Das denkmalgeschützte Stadtpalais aus dem Jahr 1911, das zwischen 1951 und 2003 auch als Schweizer Konsulat diente, verbindet repräsentative Architektur, außergewöhnliche Raumhöhen und historische Ausstattungsdetails mit vielseitigen Nutzungsperspektiven. Zum Verkauf stehen die drei Gewerbeeinheiten 1, 2 und 4 im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss, die insbesondere für Käufer interessant sind, die sich den Wunsch nach einem großzügigen, individuellen Wohnensemble in historischer Umgebung erfüllen möchten.
Die angebotenen Einheiten umfassen laut Teilungserklärung insgesamt ca. 304,77 m² Nutzfläche und verfügen über zusammen 499/1.000 Miteigentumsanteile. Eine ergänzende, vorläufige Flächenaufstellung ergibt unter Berücksichtigung eines angenommenen 50-prozentigen Außenflächenansatzes einen rechnerischen Wert von ca. 309,81 m² potenzieller Wohnfläche.
Dabei entfallen vorläufig ca. 155,68 m² auf Einheit 1, ca. 122,94 m² auf Einheit 2 und ca. 31,19 m² auf Einheit 4.
Das Gebäude umfasst derzeit sechs tatsächlich genutzte Einheiten, während die ursprüngliche Teilungserklärung sieben rechtlich selbstständige Einheiten vorsieht. Die vier Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss stehen aktuell zum Verkauf, wobei die Einheit 3 separat angeboten wird. Die Einheiten können je nach gewünschter Konstellation gemeinsam oder separat erworben werden.
Bereits beim Betreten des Anwesens wird der besondere Charakter des Schweizer Palais spürbar. Hinter der kunstvoll geschmiedeten Toranlage öffnet sich ein großzügiger, neu gepflasterter Vorplatz, der gemeinsam mit den historischen Natursteinmauern und der eindrucksvollen Fassadengestaltung einen repräsentativen ersten Eindruck vermittelt.
Die Architektur vereint die Großzügigkeit eines klassischen Stadtpalais mit den charakteristischen Elementen herrschaftlicher Villenarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts. Natursteinfassaden, markante Ecklisenen, weit auskragende Dachgesimse, schmiedeeiserne Balkongeländer, Klappläden sowie harmonisch gegliederte Fensterachsen prägen das Erscheinungsbild.
Auch im Inneren setzt sich diese besondere architektonische Qualität fort. Großzügige Raumfolgen, repräsentative Hallen, außergewöhnliche Deckenhöhen und zahlreiche historische Ausstattungsdetails schaffen eine Atmosphäre, die sich deutlich von modernen Wohn- und Gewerbeimmobilien unterscheidet.
Kunstvoll gestaltete Kassettendecken, teilweise farbig gefasst, aufwendige Stuckprofile mit Zahnfriesen und Eierstabornamenten, historische Wand- und Deckenfelder sowie massive Türportale mit geschnitzten Bekrönungen zeugen von der Baukunst der Entstehungszeit. Doppelflügelige Türen, originale Holztreppen, Wandvertäfelungen und historische Kamine ergänzen das Ensemble. Originale Parkettböden in unterschiedlichen Verlegearten und große, mehrfach gegliederte Fenster schaffen eine Verbindung zwischen Architektur, Licht und den umgebenden Grünflächen.
Ein besonderes Highlight bildet der große repräsentative Raum mit seiner erhaltenen historischen Kassettendecke. Geometrische Felder, Medaillons und ornamentale Verzierungen bilden gemeinsam mit dem historischen Parkett und den großzügigen Raumdimensionen ein eindrucksvolles Gesamtbild. Hier lässt sich bereits erahnen, welches Potenzial die Räume für eine zukünftige Wohnnutzung bieten.
Die besondere Raumstruktur und die unterschiedlichen Erschließungsmöglichkeiten eröffnen interessante Perspektiven für eine individuelle Neugestaltung. Denkbar ist beispielsweise die Zusammenführung der angebotenen Flächen zu einer großzügigen privaten Residenz mit repräsentativen Wohn- und Gesellschaftsräumen, separaten Schlafbereichen, Arbeitszimmern und Gästezimmern.
Ebenso lässt sich ein Konzept mit einer großzügigen Hauptwohnung und zwei kleineren, separat nutzbaren Einliegerwohnungen prüfen. Diese könnten beispielsweise für erwachsene Kinder, Angehörige oder Gäste vorgesehen oder perspektivisch vermietet werden. Die seitlich angeordnete Treppenhauserschließung bietet hierfür einen interessanten planerischen Ansatz, da sie eine von der Hauptwohnung unabhängige Erreichbarkeit weiterer Bereiche ermöglicht.
Auch für Mehrgenerationenwohnen bietet das Palais eine reizvolle Grundlage. Unterschiedliche Lebensbereiche könnten innerhalb eines historischen Hauses miteinander verbunden werden, ohne auf persönliche Rückzugsmöglichkeiten verzichten zu müssen.
Besonders hervorzuheben ist dabei die Erschließung über zwei voneinander unabhängige Eingänge. Über den repräsentativen Haupteingang wird die Einheit 1 nahezu wie eine eigenständige Villa erschlossen, während der zweite Eingang die weiteren Einheiten zugänglich macht.
Neben der perspektivischen Wohnnutzung bleiben auch gewerbliche Nutzungskonzepte interessant. Kanzleien, Arztpraxen, Architekturbüros, Beratungsunternehmen oder andere ruhige Dienstleistungsnutzungen können von den repräsentativen Räumlichkeiten und der besonderen Adresse profitieren.
Die konkrete Umsetzung möglicher Wohnkonzepte, die Zusammenlegung oder bauliche Unterteilung einzelner Einheiten sowie die Schaffung zusätzlicher abgeschlossener Wohnungen sind hinsichtlich ihrer öffentlich-rechtlichen, denkmalrechtlichen und gegebenenfalls wohnungseigentumsrechtlichen Zulässigkeit gesondert zu prüfen.
Die Außenbereiche sind für eine innerstädtische Immobilie bemerkenswert großzügig gestaltet und ergänzen das historische Gebäude um wertvolle Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien.
Der parkähnliche Gemeinschaftsgarten mit altem Baumbestand, weitläufigen Rasenflächen, historischen Natursteinelementen und einer charmanten Sitzgruppe aus Stein schafft eine grüne Rückzugsmöglichkeit mitten in Freiburg. Der neu gestaltete und hochwertig gepflasterte Innenhof unterstreicht den gepflegten Charakter des Anwesens.
Mehrere Terrassen und Balkone schaffen zusätzliche Außenbereiche und ermöglichen reizvolle Blickbeziehungen zwischen den historischen Räumen und der umgebenden Gartenanlage. Die große Terrasse ist zudem vollständig unterkellert.
Den angebotenen Einheiten sind verschiedene Sondernutzungsrechte zugeordnet. Zur Einheit 1 gehören laut Teilungserklärung zwei Terrassen im ersten Obergeschoss sowie zwei oberirdische Stellplätze. Der Einheit 2 sind eine weitere Terrasse und die nördlich gelegene Garage zugeordnet. Die Nutzungsrechte an den übrigen Außenflächen richten sich nach der Teilungserklärung und den zugehörigen Aufteilungsplänen.
Der Garten selbst steht im Gemeinschaftseigentum und unterliegt den Regelungen der Gemeinschaftsordnung.
Auch das Untergeschoss bietet ergänzende Nutzungsmöglichkeiten. Zu den angebotenen Einheiten gehören Kellerräume, deren genaue Flächen und rechtliche Zuordnung anhand der Aufteilungspläne zu überprüfen sind. Darüber hinaus sind weitere Lager- und Nebenbereiche vorhanden.
Neben einer klassischen Nutzung als Archiv, Lager oder Weinlager lassen sich auch individuelle Konzepte für Hobby-, Fitness- oder Wellnessbereiche vorstellen. Die Möglichkeit einer entsprechenden Nutzung hängt von den baulichen Gegebenheiten sowie den erforderlichen öffentlich-rechtlichen und wohnungseigentumsrechtlichen Voraussetzungen ab.
Die erhaltenen historischen Ausstattungsdetails bilden eine besondere Grundlage für eine behutsame Weiterentwicklung des Palais. Gleichzeitig besteht am Gebäude ein umfassender Instandsetzungsbedarf, für den bereits ein Sanierungskonzept vorliegt. Damit bietet sich die Gelegenheit, historische Architektur unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes mit zeitgemäßen Wohn- und Nutzungskonzepten zu verbinden.
Immobiliendetails:
Lage
Das Schweizer Palais befindet sich in einer der begehrtesten und traditionsreichsten Wohnlagen Freiburgs. Die Wiehre zählt seit Generationen zu den gefragtesten Stadtteilen der Stadt und überzeugt durch ihre repräsentativen Gründerzeitvillen, ihre gewachsene Nachbarschaft sowie ihre außergewöhnlich hohe Wohn- und Lebensqualität.
Das direkte Umfeld ist geprägt von prachtvollen historischen Gebäuden, altem Baumbestand und gepflegten Gärten. Die besondere Architektur des Viertels verleiht dem gesamten Umfeld einen unverwechselbaren Charakter und schafft eine ruhige, hochwertige Atmosphäre mitten in der Stadt.
Zahlreiche Cafés, Restaurants, Bäckereien und Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in komfortabler Entfernung und prägen das lebendige, zugleich entspannte Lebensgefühl des Stadtteils. Schulen, Kindergärten, medizinische Einrichtungen sowie die Universität und das Universitätsklinikum sind ebenso schnell erreichbar wie die Freiburger Altstadt. Eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sorgt für kurze Wege innerhalb des gesamten Stadtgebiets.
Die Kombination aus historischer Architektur, urbanem Leben, hervorragender Infrastruktur und der unmittelbaren Nähe zur Innenstadt macht diese Lage zu einer der exklusivsten Wohn- und Geschäftsadressen Freiburgs und bietet ideale Voraussetzungen für anspruchsvolles Wohnen, repräsentatives Arbeiten oder die Verbindung beider Nutzungen unter einem Dach.
Sonstiges:
Die Flächen werden derzeit überwiegend gewerblich genutzt. Vorbehaltlich der erforderlichen öffentlich-rechtlichen sowie gegebenenfalls wohnungseigentumsrechtlichen Genehmigungen sind perspektivisch auch eine hochwertige Wohnnutzung oder eine Kombination aus Wohnen und Arbeiten denkbar.
Die Innenräume präsentieren sich insgesamt gepflegt; zahlreiche historische Elemente wie Parkettböden, Holzarbeiten und Türen sind erhalten. Zu den langfristig möglichen Modernisierungsthemen zählen die Gasheizung, die historischen Fenster und Klappläden, Bäder und Nassbereiche sowie nutzungsabhängige Anpassungen von Elektrik und Gebäudetechnik. Diese Maßnahmen sind nach derzeitiger Kenntnis nicht vollständig Bestandteil der geplanten Gemeinschaftssanierung.
Am Gebäude sind Rissbildungen vorhanden, die fachlich untersucht und dokumentiert wurden. Diese stehen im Zusammenhang mit früheren Setzungen; die zugrunde liegende Bewegung sei durch bereits erfolgte Maßnahmen zur Fundamentstabilisierung gestoppt worden. Für die fachgerechte Instandsetzung liegt ein umfangreiches Sanierungskonzept vor. Vorgesehen sind unter anderem Riss- und Mauerwerkssanierungen, Putz- und Natursteinarbeiten sowie die Restaurierung historischer Stuck- und Kassettendecken. Für wesentliche Maßnahmen liegt eine denkmalrechtliche Genehmigung der Stadt Freiburg vom 24. Oktober 2025 vor. Nach Angaben der Verkäuferseite wurden auch die erforderlichen Zustimmungen innerhalb der Eigentümergemeinschaft bereits erteilt.
Für die geplante Gemeinschaftssanierung wird derzeit mit Gesamtkosten von rund 1.000.000 € für das gesamte Anwesen gerechnet. Auf diese Einheiten mit zusammen 499/1.000 Miteigentumsanteilen würde bei einer vollständigen Verteilung nach Miteigentumsanteilen rechnerisch ein Anteil von rund 499.000 € entfallen. Dieser Betrag dient lediglich der Orientierung; maßgeblich sind der endgültige Beschluss der Eigentümergemeinschaft, der tatsächliche Verteilungsschlüssel, die abschließenden Kosten sowie mögliche Fördermittel.
Für denkmalpflegerisch erforderliche und entsprechend bescheinigte Aufwendungen können abhängig von Nutzung, persönlicher Steuersituation und den gesetzlichen Voraussetzungen besondere steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten bestehen. Mögliche Fördermittel des Landesamtes für Denkmalpflege befinden sich derzeit noch in Klärung. Eine individuelle steuerliche und rechtliche Beratung wird empfohlen.
Miete:
– Gewerbeeinheit 1&4 | Büro | 2.036,85€ Kaltmiete I 3254,12 € SOLL
– Gewerbeeinheit 2 | Atelier | verfügbar I 2079,35 € SOLL
Info: Die dargestellten Bilder wurden teilweise mithilfe von KI überarbeitet bzw. leergeräumt. Die im Exposé angegebene Fläche entspricht der Nutzfläche, nicht der Wohnfläche. Die Räumlichkeiten werden derzeit gewerblich genutzt, können jedoch grundsätzlich zu Wohnzwecken umgenutzt werden.
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